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Fear & Greed Index

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Trader von binären Optionen vertreten gewohnheitsmäßig die Auffassung, dass Gefühle der schlimmste Feind eines jeden Anlegers sind. Das ist auf jeden Fall richtig, aber es gibt eine Ausnahme. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Sie Emotionen zu Ihrem Vorteil nutzen können.

Das Anlagebarometer

Normalerweise wird der Handel mit binären Optionen als vereinfachte Anlageform betrachtet. Das mag für gewisse Aspekte zutreffen, aber binäre Optionen zu traden ist keinesfalls so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Obgleich es mehrere Möglichkeiten gibt, Angst und Gier an der Börse zu messen, ist der Klassiker sicherlich der VIX- oder CBOE-Volatilitätsindex, der von der US-Optionsbörse Chicago Board Options Exchange herausgegeben wird. Der einzige Zweck des VIX ist die Analyse des Verhältnisses von Angst und Gier an der Wall Street.

Eine weitere Möglichkeit, die Stimmung zu erfassen, ist der FGI oder Fear and Greed Index, der von CNN Money entwickelt wurde, um herauszufinden, welche Emotionen die Anleger gerade im Wesentlichen umtreiben. Egal, wie Sie Ihren Lebensunterhalt verdient, Sie sind an diese Tätigkeit gewöhnt und üben Sie wahrscheinlich tagtäglich aus. Auf die eine oder andere Weise sind Angst und Gier die wahren Herrscher der Finanzwelt.

Wie also misst CNN die Gefühlslage der Anleger? Der Fear and Greed Index basiert auf sieben verschiedenen Subindikatoren, wobei das Gesamtergebnis der Anlegerstimmung zwischen 0 bis 100 (Werte nahe Null = übermäßige Angst, Werte nahe 100 = extreme Gier) liegen kann. Diese Faktoren schließen ein:

  • Aktienmarkt-Momentum - der S&P500 und sein gleitender Durchschnitt der letzten 125 Tage
  • Nachfrage nach sicheren Häfen, gemessen an der Differenz zwischen den Renditen für Aktien und US-Staatsanleihen
  • Aktienmarkt-Stärke - gemessen anhand der Zahl der Aktien an der New Yorker Börse (NYSE), die neue 52-Wochen-Hochs markieren und der Aktien mit neuen 52-Wochen-Tiefs
  • Aktienmarkt-Breite - Volumen der steigenden Aktien minus Volumen der fallenden Aktien
  • Put- und Call-Optionen - Verhältnis der Put-Optionen zu Call-Optionen
  • Nachfrage nach Junk Bonds - gemessen am Renditeabstand zwischen den Investment-Grade-Anleihen und Ramschanleihen
  • Marktvolatilität - gemessen anhand des CBOE Volatility Index (VIX)

Der Durchschnitt dieser sieben Indikatoren ergibt den Fear and Greed Index.

Fear & Greed

Wie funktioniert dieser Index?

Zwei starke Emotionen beherrschen die Finanzmärkte: Angst und Gier. Beide Gefühlsregungen definieren die menschliche Natur und haben im Grunde genommen viel mit der Liebe gemeinsam. Zum Beispiel kann Gier, genauso wie Liebe, ein chemisches Hochgefühl in unseren Köpfen auslösen, das zwangsläufig dazu führt, dass wir unseren gesunden Menschenverstand ausschalten und unsere Selbstbeherrschung verlieren.

Eines der bekanntesten Beispiele, das den Einfluss von Gier in augenfälliger Weise demonstriert, ist die Dotcom-Blase. Sie bildete sich Ende der 90er Jahre, als Internet-Startups in aller Munde waren und jeder in Unternehmen mit einer "dot com"-Domain investieren wollte. Zwangsläufig nahmen die Anleger vor lauter Gier nicht wahr, dass Wertpapiere völlig überteuert waren und sich bereits eine Blase gebildet hatte.

Erfahrene Händler betrachten den Fear and Greed Index heute als eine Art Signal für mögliche Wendepunkte auf dem Markt. Wie nutzt man also diesen Index genau? Wenn Investoren gierig sind, müssten die Aktienkurse steigen. Wenn Anleger ängstlich sind, müssten die Kurse dagegen fallen. Mit anderen Worten: Investoren kaufen, wenn der Index über 50 liegt, und verkaufen, wenn er unter diesem Wert liegt.

Obwohl man sich bei Anlageentscheidungen kaum ausschließlich auf diesen Indikator (oder irgendeinen anderen Indikator) verlassen kann, ist der Fear and Greed Index eine sinnvolle Ergänzung Ihrer Aktienhandelsstrategie.

Sincerely yours,
Ayrex Team.
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